Wenn wir an Irland denken, sind wir doch meistens der Ansicht, dieses Land liege im hohen Norden. Dublin aber, die Hauptstadt des Landes, befindet sich etwa auf der gleichen Höhe wie Bremen oder Liverpool.
Der grünen Insel wird auch nachgesagt, dass die Regenwahrscheinlichkeit gross sei. Auch die Vorhersagen der Wetterpropheten waren nicht verheissungsvoll. Wir wurden vor Ort aber eines Besseren belehrt, das Wetter präsentierte sich in ungewohnt freundlichem Stil.

In guter Stimmung traf sich ein grosser Teil der 38 Personen des Clubs 200 des FCL bei Gössi-Carreisen in Horw zum Reisestart. Die Atmosphäre präsentierte sich gelöst, die Vorfreude auf drei tolle Tage war allen anzumerken. Mit einem modernen Car starteten wir unser Abenteuer Richtung Zürich, nachdem wir auf dem Inseli in Luzern die zweite Gruppe der Mitreisenden abgeholt hatten.

Um die Wartezeit am Flughafen sinnvoll zu nutzen, bereitete sich die Gruppe auf die Tage in Dublin vor und versuchte mit geeigneten Getränken auch den Körper einzustimmen.

Nach einem guten, da ereignislosen Flug mit Air Lingus landeten wir in Dublin. Um die Stadt etwas besser kennenzulernen, stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. In rund 90 Minuten wurde uns ein Querschnitt der Hauptstadt gezeigt. Wir wissen jetzt, dass Dublin mit seinen 1,8 Mio. Einwohnern nicht so gross sein kann, befuhren wir doch einige Strassen gleich zweimal.

Im Trinity City Hotel gleich neben dem Feuerwehrlokal angekommen, stand der Hunger vielen von uns ins Gesicht geschrieben. Es wurden uns leckere Häppchen aufgetischt und die ersten Guinness (dunkles Bier aus Irland) wurden verköstigt. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe zum Distrikt «Temple Bar», dem «place to be» in dieser Stadt. Mit Livemusik in jedem der vielen Pubs fällt es leicht, in gute Stimmung zu kommen.
Am Freitagabend dinierten wir im angesagten Restaurant «The Church». Während im unteren Teil dieser Pub-Kirche der Barbetrieb lief, wurde uns auf der Empore ein feines Essen serviert.

Für viele war dies der Auftakt zu einem längeren Abend, der bei einigen bis in die frühen Morgenstunden dauerte. Ob früh oder spät ins Bett, am reich gedeckten Frühstückstisch trafen sich alle am Samstagmorgen wieder.

Ein Besuch der lange Zeit grössten Brauerei der Welt stand auf dem Programm. «Guinness» – eine Marke, die zur Tradition verpflichtet. Während rund 90 Minuten wurden wir in die Welt der Bierbrauer und ihrer Braukunst entführt. Es gab viel zu bestaunen, zu begutachten und zu probieren.
Zum Mittagessen traf man sich dann in Gruppen im einen oder anderen Restaurant. Der Gruppenchat lief heiss und viele gaben ihre Fleisch- und Fischleckereien zum Besten.

Da an diesem Wochenende noch kein Fussball gespielt wurde, war ein anderes sportliches Highlight angesagt: Rugby – das Sportereignis am Samstagnachmittag. Der Dubliner Heimklub Leinster traf auf die Dragons aus Newport, Wales. Rugby ist doch die um einiges härtere Sportart als Fussball und die Regeln waren für uns nicht immer klar ersichtlich. Das Tackling der Spieler war für Fussballkenner etwas gar ruppig. Komischerweise standen die Spieler aber immer wieder auf und scherten sich nicht um Blessuren. Das Spiel endete mit dem Score von 52 zu 10 zugunsten der einheimischen Mannschaft.

Der Abend stand zur freien Verfügung – Zusammensein, Essen, Trinken, Musik und Jassen waren angesagt.

Am Abreisetag, auf der Fahrt zum Flughafen, machten wir noch Zwischenhalt in der Jameson Distillery an der Bow Street. Sorgt beim Bier das Guinness für Begeisterung, ist es beim Whiskey der Name Jameson, der die Whiskeyfreunde in Irland und auf der ganzen Welt verzaubert. Mit einem guten Überblick über die Geschichte der Firma im Kopf und einem Whiskey im Magen erreichten wir den Dublin Airport und landeten etwas spät(er) sicher in der Schweiz.
Ein grosser Dank gehört den beiden Organisatoren Frieda Bässler und Sascha Ziswiler. Die Reise war toll organisiert, die Tage mit vielen Höhepunkten gespickt, das Hotel super und … das Wetter machte unserer Reise alle Ehre.

Die Namen einiger Protagonisten wurden im Text aus Datenschutzgründen nicht erwähnt – wir freuen uns aber heute schon auf ihre nächsten humoristischen Einsätze.

Ein Bericht Walter Wesseling